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Bald sind es mehr als 100 Stolpersteine. Die vierte Aktion  am 16. Juli. Siehe in: Stolpersteine Presse

Endlich kann man in Deutschland jüdische Theologie studieren. Siehe in: Gefunden 2014

Neue Stolpersteine in Emden Arbeitskreis setzt Aktion mit Gunter Demnig fort. Siehe in: Stolpersteine Presse 

Max-Windmüller-Gesellschaft mit Schülern in Westerbork Siehe in: Exkursionen 2014

"Mittendrin in der Odyssee der Exodus" Theaterstück der Gruppe "Das letzte Kleinod". Siehe in: Gefunden 2014

Netzwerktreffen "Christen und Juden" am 26.04.2014 in Hannover, Siehe in: Kontakte

Gemeinsame Spurensuche Emder Schüler üben sich  in Völkerverständigung. Siehe in: Presse 2014

Eine Reise nach Lodz Projekt mit BBS II Emden, www.emden-lodz.de

Stolpersteine auf der Homepage der Stadt Emden
, www.emden.de

                                               

Letzte Änderung
July 26. 2014 23:18:35
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Wir trauern um

Marianne Claudi                                                                                                                                                                                

11. Juli 1933 –  3. Juli 2014


Marianne Claudi war über lange Jahre die treibende Kraft in der Aussöhnung mit den aus Emden stammenden Juden, die den Holocaust überlebt haben. Sie hat Kontakte nach Israel hergestellt, die bis heute Bestand haben. Zusammen mit ihrem Mann Reinhard verfasste sie die Publikation „Die wir verloren haben – Lebensgeschichten Emder Juden“. Dieses Werk bildet eine wichtige Quelle für die Erinnerungsarbeit  in der Stadt Emden. Mit großem Enthusiasmus  sind die anrührenden Geschichten von Emdern erzählt, die in dunkler Zeit keine Deutschen, keine Ostfriesen und keine Emder mehr sein durften. Der jüdische Friedhof lag Marianne Claudi sehr am Herzen. Über diesen Ort als letzte authentische Stätte, die an einer der größten jüdischen Gemeinden in Nordwestdeutschland erinnert, schrieb sie ihr letztes Buch „Unter jedem Grabstein eine Weltgeschichte“, das 2007 erschien.

Marianne Claudi gehörte zu dem Kreis Emder Persönlichkeiten, der sich für eine konstruktive Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Minderheit in Emden während der NS-Diktatur einsetzte. Sie war eines der Gründungsmitglieder des Arbeitskreises „Juden in Emden“, der sich im Oktober 1993 als Verein konstituierte. Dem Arbeitskreis gelang es, das Gedenken zum 09. November („Reichspogromnacht“) als dauerhafte Veranstaltung in Emden zu verankern. Sie setzte sich für das Mahnmal auf dem jüdischen Friedhof in Emden und für die Erhaltung des Friedhofes ein. Darüber hinaus wurden historisch-wissenschaftliche Arbeiten über die jüdische Gemeinde in Emden angeregt und gefördert.

Marianne Claudi hat sich um unsere Gesellschaft und um Emden verdient gemacht.

Der Vorstand der Max-Windmüller-Gesellschaft.


Emder Zeitung, 8. Juli 2014 - Nachruf                      Emder Zeitung, 8. Juli 2014 - Anzeige